Kluger Kopf und gutes Herz
von Harald Apel
Nach einem ziemlich heißen Feriensommer hat nun die Schule wieder begonnen. Wer ein „kluger Kopf“ werden will, muss Rechnen, Lesen und Schreiben und noch eine Menge mehr lernen. Aber der „kluge Kopf“ allein macht noch keinen glücklichen Menschen. Was richtig oder falsch, was gut oder schlecht, was wichtig und nötig ist, entscheidet oft auch das Herz. Einige sagen auf das gute Herz kommt es an, andere wieder auf den klugen Kopf. Aber wem nützt ein herzloser Kopf oder ein kopfloses Herz? Damit Menschen gut miteinander leben und glücklich werden können, brauchen sie beides.
Nun ist es mit dem guten und glücklichen Leben so eine Sache. Reich zu sein, ein großer Künstler zu werden, viele Freunde zu haben, einen Schatz zu finden oder einem großen Geheimnis auf die Spur zu kommen sind nur einige Träume vom glücklichen Leben. Und manchmal merkt man erst, wenn man meint, sein Glück gefunden zu haben, dass es doch noch etwas viel größeres und schöneres gibt. Wie findet man zum guten Herzen, zum klugen Kopf und auf den richtigen Weg? - diese Frage zu beantworten ist ziemlich schwierig, wenn man zwar kräftige Beine hat, um seinen Weg zu gehen, aber keine helfende Hand da ist, die zeigt wohin es gehen kann, die gereicht wird, wenn Gefahren und Schwierigkeiten lauern.
Deshalb ist es gut, wenn Kinder auch ein Zuhause für ihre Gedanken und Träume bekommen. Erwachsenwerden heißt auch zu wissen, wohin man wachsen soll. Ein Zuhause für Gedanken, für Träume und Hoffnungen ist schon immer die Kirche gewesen, denn sie ist nicht nur ein großes Haus, sondern in ihr haben sich Menschen zusammengefunden, die sich von Gott herausrufen lassen. Kirche heißt auch die Herausgerufenen. Sich gemein-sam mit anderen zu Gott auf den Weg zu machen ist der Anfang eines Weges, der junge und alte, große und kleine, ängstliche und mutige Menschen an ein Ziel bringt und nicht verloren gehen lässt. Gott hat die Menschen herausgerufen mit dem Versprechen: „...und seht, alles wird gut“.
Mit dem Monat September ruft nun auch die Kirche in Zingst wieder alle Kinder, das Gute (Gott) zu suchen. Kurz möchten wir die einzelnen Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche vorstellen:
Die Christenlehre findet wie alle anderen Veranstaltungen einmal in der Woche statt. Hier sollen Kinder kreativ mit biblischen Stoffen vertraut gemacht werden. Ein Grundwissen soll vermittelt werden, das hilft der Wirklichkeit nah entsprechende Entscheidungen zu fällen. Altersmäßig sind die Klassen 1-3 und 4-6 zusammengefasst.
Der Konfirmandenunterricht ist Voraussetzung für die Konfirmation. Er wird über zwei Jahre erteilt und soll den Heranwachsenden im umfassenden Sinne erfahrbar machen, was es heißt, verantwortlich zu sein, nämlich auf Gottes Wort zu antworten. Der Unterricht beginnt mit der 7. Klasse und wird gemeinsam mit den Konfirmanden aus Prerow durchgeführt. Nach zwei Jahren wird dem Jugendlichen in einem Gespräch die Möglichkeit gegeben, sein wissen zu beweisen. was sie können. Gemeinsame Fahrten und Exkursionen gehören mit zum Programm.
Die Junge Gemeinde führt die Begleitung der Jugendlichen nach der Konfirmation weiter, wobei hier das eigene Gestalten und die Verantwortlichkeit gefördert und gefordert sind. Frau Beese möchte die Junge Gemeinde künftig begleiten.
Der Offene Nachmittag mit Frau Nagel bietet Kindern im Vor- und Grundschulalter an, kreativ mit dem Erlernten umzugehen. Der Gebrauch dessen, was man gelernt hat, wird hier weiter vertieft.
Der Spatzenchor nimmt die kindliche Freude am Gesang auf. Dies früh zu entwickeln und zu begleiten hat sich seit dem Frühjahr Herr Müller bereit gefunden. Etwas gemeinsam zu schaffen, verschiedene Lieder zu lernen und manchmal im Gottesdienst aufzutreten sind für Kinder wichtige Erfahrungen. Im Chor singen Kinder von vier bis zu zehn Jahren.
Parallel zur Chorprobe findet der Mutter-Kind-Kreis statt, in dem sich nicht nur Mütter über die Dinge des großen und kleinen Lebens austauschen.
Nach der ersten Septemberwoche laden wir alle Kindern und Eltern zum Familiengottesdienst am 7. September. um 10 Uhr in die Peter-Pauls-Kirche in Zingst ein. Das Thema dieses Gottes-dienstes ist, wie kann dies bei einem Gottesdienst zum Schulbeginn anders sein, die Zensur. Mit einem kritischen, aber vom evangelischen Glauben her begründeten Blick auf dieses Thema suchen wir eine Antwort, die jenseits von „guten“ und „schlechten“ aber diesseits von angenommenen Schüler steht. Die evangelische Schule in Barth ist auch an diesem Gottesdienst beteiligt.
Hier zunächst die vorläufigen Termine ab dem 1. September 2003:
Dienstag
- 14.45 Uh: Offener Nachmittag.
Mittwoch
- 14.30 Uhr: Christenlehre Kl. 1-3;
- 15.30 Uhr: Spatzenchor;
- 15.15 Uhr: Christenlehre Kl. 4-6;
- 15.30 Uhr: Mutter-Kind -Kreis.
Freitag
- 14.30 Uhr: Konfirmandenunterricht
(im Wechsel in Prerow und Zingst);
- 18.00 Uhr: Junge Gemeinde
Diese Termine können sich nach der ersten Woche durch Schultermine noch einmal ändern.
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